Saturday, August 4, 2018

A Bookbinder's Journey

Was very honored to have been asked to give a presentation on my career as a bookbinder with a focus on my creative (rather than conservation/preservation) work. Among the facets discussed were how my experiences and the mentorship I received as a work-study student guided me to apprentice in me “native” Germany; the materials and techniques used to craft my bindings, many of which have been exhibited throughout the US and abroad; and a recent project that ties together many of the threads of my career. In addition to slides, I brought a selection of bindings, and some of the tools and materials I use in my work for attendees to explore.


See my 4-part interview with Sarah Kim, The Ponderings of a Bookbinding Student for more about my experiences Slides for the presentation can be found here. Sample slides below.

A Bookbinder's Journey
Title slide
https://youtu.be/4aj-mR8XkOg

First internship

Apprenticeship and earning my chops...

The Book of Origins

Parchment from fish


Sunday, July 22, 2018

Maria Lühr, erste deutsche Buchbindermeisterin

In Frauen als Buchbinder | Women as Bookbinders teilte ich einen Artikel aus einer unbekannten Zeitschrift mit dem Titel "Beim weiblichen Buchbindermeister" und mit Bildern einer Werkstatt in der nur Frauen ausgebildet und angestellt wurden. Kurz danach fand ich Bilder online die stechende Ähnlichkeiten hatten - die Werkbank, der Leimtopf, und im Hintergrund Bilder... am selben Platz hingen. Die Metadaten dazu gaben an, daß diese von einer Wanda von Debschitz-Kunowski für die Süddeutsche Zeitung (München) in der Werkstatt von Maria Lühr in Berlin aufgenommen wurden. Von Debschitz zog 1921 von München nach Berlin...

Vergleiche

Aus "Beim weiblichen Buchbindermeister"

Aus "Beim weiblichen Buchbindermeister"

Mit

In der Werkstatt von Maria Lühr.
Aufnahme von Wanda von Debschitz-Kunowski für die Süddeutsche Zeitung (München)

Und hier noch zwei aus der Serie

In der Werkstatt von Maria Lühr.
Aufnahme von Wanda von Debschitz-Kunowski für die Süddeutsche Zeitung (München)

In der Werkstatt von Maria Lühr.
Aufnahme von Wanda von Debschitz-Kunowski für die Süddeutsche Zeitung (München)


Maria Lühr (geb 1874) kam auf Umwegen aus Holstein nach Berlin wo sie beim 1866 gegründeten Lette-Verein "zur Förderung der Erwerbsfähigkeit des weiblichen Geschlechts" in der Kunststickerei anfing. Laut Weiße in seinem Aufsatz im AAB (1949) sagte sie, daß sie in Richtung Handbuchbinderei gelenkt wurde da der Lette Verein eine Werkstatt für Buchbinderei einrichten wollte. So lernte sie zuerst bei W. Collin der sich stark dafür beim Hof und Kaiserin Friedrich einsetzte so, daß sie als Frau überhaupt eine Ausbildung machen konnte. Von dort zog es sie dann zu Cobden-Sanderson in England um ein Jahr dort zu lernen, und kam danach zurück um nach einem zwischen-Aufenthalt in Düsseldorf bei Wilhelm Rauch in Hamburg die Lehrzeit mit dem Gesellenbrief zu beenden. Ein Jahr später machte sie 1902 in Berlin die Meisterprüfung. Ihre Zeit bei Cobden-Sanderson beschrieb sie ausführlich in einem Aufsatz der 1930 im Buchbinderlehrling erschien.

Im Aufsatz beschrieb sie wie sie zu der Werkstatt von Cobden-Sanderson kam, ihre ersten Eindrücke, die Persönlichkeiten, unter ihnen Ihrer Mitschülerinnen, 3-4 Amerikanerinnen, und die Werkstatt und Arbeiten. Es war eine Zeit die sie sehr geprägt hat. Als Cobden-Sanderson 1910 Lühr im Lette-Verein besuchte war er erfreut "als er sein Bild auf ihrem Schreibtisch stehen fand." Bis zum Ausbruch des Krieges 1914 waren die zwei im Briefwechsel, danach nicht mehr...

Danach bildete sich weiter fort, gründete 1902 die Buchbinderwerkstatt im Lette Verein, daß sie bis 1913 leitete als sie ihre eigene Werkstatt am Kurfürstendamm (225b) in Berlin eröffnete. Paul Kersten war dort ihr Nachfolger.

Der Artikel "Buchbinderinnen" (Zeitschrift u. Datum unbekannt) beschreibt die Buchbinderei als Beruf für Frauen, erwähnt den Lette-Verein und war von dem Bild unten begleitet. Es könnte rechts Maria Lühr sein.

Maria Lühr (r)?

In einem Aufsatz in Die Kunstwelt: deutsche Zeitschrift für die bildende Kunst — 3.1913-1914 wurde Lühr als "eine moderne Buchbinderin" beschrieben mit Details zu dem Unterricht den sie im Lette-Verein anbot.



"Eine moderne Buchbinderin"
Die Kunstwelt: deutsche Zeitschrift für die bildende Kunst — 3.1913-1914

 Der Artikel endet mit:
So ist Maria Lühr eine der nicht zahlreichen Frauen, die auf der Grundlage eines sicheren und gründlichen Wissens und Könnens wirklich befähigt sind, den Kampf mit dem Leben und mit der Konkurrenz erfolgreich aufzunehmen. 
Wenn man den Unterschied beachtet, der zwischen den Büchern besteht, die Fräulein Lühr 1912 in der Ausstellung: 'die Frau in Haus und Beruf' ausstellte und denen, die sie jetzt auf die 'Bugra' gebracht hat, so sieht man eine erstaunliche Entwicklung ihrer künstlerischen Leistungsfähigkeit - in technischer Beziehung hat sie schon immer Vollendetes geleistet - und man muß herzliche Freude darüber empfinden, daß ihr in ihrer nunmehrigen Selbständigkeit die Möglichkeit gegeben ist, sich in ihrem Können mehr und mehr zu entfalten.
Sie war Gründungsmitglied de Jakob-Krause-Bundes, stellte mit dem aus, z.B. der 1921er Ausstellung Deutsche Einbandkunst, und wechselte dann zu den Meistern der Einbandkunst.


Aus dem Jüdischenadressbuch, 1929-30 (111)
Lühr war die Tochter eines evangelischen Pastors

Nebenbei, war W. Collin zu dem Zeitpunkt (1930) unter der Leitung von Gertrude Collin in der Kurfürstenstr 99a angesiedelt.

Aus dem Adressbuch für Berlin, 1930

1938 feierte sie 25. Geschäftsjubilaeum und 50 Jahre als Buchbinderin.

Zu Weiße sagte sie 1949, daß sie und die Werkstatt "Gewissermaßen von Bomben verschont blieben" und, daß sie mit Ihrer "treuen Mitarbeiterin  Fraulein [Helene] von Stolzenberg an praktischen Aufträgen arbeitete, lehrte und schuftete. Ehrenvolle Arbeiten wurden erledigt. Und der Kampf um das liebe Brot ist uns Frauen so gut bekannt wie den Männern, unseren verehrten Herrn Meistern!" Laut Weiße, "da beißt die Maus keinen Faden ab." Von Stolzenberg bildete sie selbst zur Meisterin aus.

In dem Artikel sprach sie auch über das "Sterben von 'Schwestern' an Unterernährung und Kälte. Licht auf Stunden, wo man schlafen müßte. Arbeiten sind verlagert, Kunsteinbände auf Nimmerwiedersehen verloren... Aufträge kommen langsame; weiter heraus geschoben als die Lieferung ist die Bezahlung. Ohne Glanz ein Ende? Nein wir Raffen uns Auf! Und hier sage ich: "Es ist nicht gut, dass der 'alte' Mensch allein sei."

Sorgen um die Nachfolge machte sich Lühr oft, auch um die eigene Einsamkeit und daß alleine Alt werden wie spätere Artikel im AAB schilderten. Weiße endete seinen Artikel mit:
Ich lese im Bericht von 1912 dieses 'Lette-Verein' – Institutes, das ja lange schon seine Tore geschlossen hat, von einer Diskussion über die handwerksmäßige Ausbildung der Frau: 'Wenn mal die Buchbinderei Werkstätten weibliche Lehrlinge wie männliche aufnehmen, hat die Werkstätte des Lette-Verein ihre Mission erfüllt und kann ihre Tore Schliessen!' – Mithin haben wir jenes Institute als den Anreger anzusehen, auch Frauen in unseren Handwerksberuf aufzunehmen. – Pionier? – Maria Lühr!  –
In "Die Frau im Buchbinderhandwerk" beschrieb Lühr 1937 ihren Werdegang, die Lage der Buchbinderei, daß sie versuchte 1918 einen Bund deutscher weiblicher Buchbindermeister zu gründen, aber die Zahlen waren zu gering und die Wirtschaftslage zu heikel, so daß der Bund 1923 aufgelöst wurde. Sie beschrieb auch die Lage der Frauen im Buchbindeberuf mit Statistiken. Zu ihrer Tätigkeit beim Lette-Verein und als selbständige, ausbildende Meisterin schrieb sie, daß:
Andere mehr oder weniger begabte Lehrlinge folgten, die alle ihre Gesellenprüfung mit gutem Erfolg ablegten. Einige machten sich nach späterer Meisterprüfung selbständig, andere heirateten Buchbindermeister und stehen ihren Männern im Erwerbsleben fleißig bei, noch andere gaben bei ihrer Heirat den Beruf auf. — Da die männlichen Buchbindermeister sahen, daß die Frauen es mit ihrem Beruf ernst nahmen, scheuten sie sich auch nicht mehr, weibliche Lehrlinge einzustellen, und so ist es für die Frauen heute viel einfacher, gründliche Kenntnisse in der Buchbinderei zu erwerben wie zu der Zeit, als ich damit begann.
Die Buchbinderwerkstatt des Lette-Vereins schloß am September 1937 die BuchbinderwerkstattDer Lette-Verein ist seit 1944 eine "Stiftung des öffentlichen Rechts umgewandelt. Seit 1982 sind die Schulen des Lette-Vereins koedukativ." 

Maria Lühr starb 1969.

Aus Weiße, Franz - Maria Lühr in Berlin 65 Jahre Meisterin,
Allgemeiner Anzeiger für Buchbindereien, Vol 62, Nr 3, 1949.

So wie Paul Adams Praktischen Arbeiten des Buchbinders als Practical Bookbinding ins Englische übersetzt wurde, wurde auch Douglas Cockerells Bookbinding and the Care of Books 1902 von Felix Hübel ins Deutsche übersetzt als Der Bucheinband und die Pflege des Buches. Dies wurde 1925 aufgearbeitet von Lühr die auch das Vorwort schrieb:
Es hat mir viel Freude gemacht, dieses Buch durchzuarbeiten. Ich benutzte dazu die 1. Übersetzung und den englischen Text, der 1920 in 4. Auflage in erweitertem Umfange erschienen ist. Es wurde mir leicht, mich in die Arbeitsweise des Herrn D. Cockerell hineinzufinden, da ich gleich ihm Schüler Cobden Sandersons bin. Ich konnte dadurch manchen Arbeitsvorgang berichtigen und ergänzen, ohne von dem Urtext abzuweichen.
Manche Arbeitsweise ist für unsern praktischen Werkstattsgebrauch etwas zu umständlich, doch kann diese ja jeder Meister nach den Verhältnissen abändern. Die ganze Herstellung und Behandlung des Buches ist auf guter alter Handwerksart aufgebaut und es wäre zu wünschen, daß die Handarbeit des Handwerkers immer mehr in Ehren käme.

Der Bucheinband und die Pflege des Buches.

Vorwort von Lühr zu Der Bucheinband und die Pflege des Buches.


Einen Einband von Lühr an dieser Ausgabe gibt es in der Sammlung Max Hettler zu sehen.

Lühr schreib auch andere Aufsätze für den Buchbinderlehrling über "Die Herstellung selbstgefertigter Überzugpapiere" und "Die Herstellung des Papiers in alter und neuer Zeit" (1929).

Beilage zu "Die Herstellung selbstgefertigter Überzugpapiere (Buntpapiere),
A. Wasser- oder Oelpapiere"


Zum Leben und Schaffen Maria Lührs u. Frauen als Buchbinder

Monday, July 2, 2018

Frauen als Buchbinder | Women as Bookbinders

"Beim weiblichen Buchbindermeister"
​Eine undatierte [1920er] Photoserie in einer nicht identifizierten Zeitschrift bei einer unbekannten Buchbinderei die von einer Buchbindemeisterin betrieben wurde, und wo nur Frauen als Gesellinnen und Lehrlingen arbeiteten. Auf der Rückseite Werbung für Schnittmuster in denen ein Postfach in Leipzig erwähnt wird, was aber nichts zu sagen hat was den Ort der Zeitschrift betrifft.​

"At the female Master bookbinders" 
An undated [1920s] photo series taken for an unknown periodical at an unidentified woman-owned bindery that only employed and apprenticed women. On the verso, fashion patterns for "older" women that reference a post office box in Leipzig, which doesn't have to mean anything.

Doppelseite mit Beschreibung in der Mitte
Double-page spread with description in the center

Beschreibung der Bilder | Description of Photos

Werbung auf der Rückseite
Advertising from verso
Werbung auf der Rückseite
Advertising from verso


Sunday, June 3, 2018

Textiles from Paper

Ernst Collin wrote a number of articles related to binderies and war production during the First World War. Among them "Papier als Spinnstoff" (1918) in which he described making textiles from paper for use in clothing, tarps, packs, and elsewhere as a substitute for the harder to come by cotton, wool, linen. In the case of Germany, the cellulose was derived from plentiful softwoods. In the article he also acknowledged that paper had a long tradition as the basis for textiles in Asia. Shifu anyone? Have to love Open Access!

Interestingly, Smithsonian Magazine recently published an article on the uses of paper as the basis for textiles, "A World-War-I-weary world needed a new wardrobe, and cheap, washable paper clothing seemed to rise to the occasion."
In January 1917, the New York Sun noted that the Germans had devised paper-based threads for making “sacks and bags, girdles, doilies, aprons, working garments,” as well as dresses and other clothing. “The inventors have discovered a way to give the ‘paper cloth’ great resistance to dampness,” the reported added, answering one obvious question on readers’ minds. Other articles noted that the Germans made parts of military uniforms out of paper, including those worn by their pilots and submarine crews.
From "When Paper Clothing Was the Perfect Fit:
A war-weary world needed a new wardrobe,
and this cheap, washable attire seemed to rise to the occasion" 

Apparently an attempt was also made to introduce textiles from paper in the US and elsewhere after the war:
But it was the possibilities of paper clothing that captured attention in the U.S., especially after the Commerce Department’s Bureau of Foreign and Domestic Commerce imported a batch of Austrian paper suits, displayed them at its offices in Washington, D.C., and then sent them on tour to cities around the country. When the Washington exhibit opened in September 1920, the Associated Press noted that “one suit is quoted at fifteen cents, and is washable.” The exhibit also featured paper table covers, laundry bags, wall decorations and twine, among other items.
With the end of rationing and increasing "prosperity," the use of paper for textiles came to a quick end, despite attempts in the 60s. Why wear ersatz when the real thing is available again...

Fast forward to 2018, and we have "paper on skin", the "Burnie Wearable Art Competition" in Tasmania, Australia. "The garments must be wearable and made from at least 80 per cent paper. The competition is a nod to Burnie’s connection to papermaking, past and present." Until 2010, Burnie was home to a paper mill that closed after failing to find a buyer...




Collin references:

Wednesday, May 30, 2018

Colliniana 2018 - Ernst Collin Updates

Wie in den 6 vergangenen Jahren gebe ich am 31. Mai zum Geburtstag von Ernst Collin (dies wäre sein 132. gewesen) eine Zusammenfassung von Funden und Fortschritten an meinem Projekt über die Collins.

As in the past 6 years, on May 31st, Ernst Collin's birthday (This would have been his 132th) I share updates from my research and findings into his life and work.



Jetzt sind es schon 5 Jahre her seit dieser Blog auf seiner eignen Art lebhaft wurde . Das habe ich Ruth zu verdanken die mich zu Ihrer möglichen Verwandtschaft mit Ernst Collin befragt hat. Dazu kamen meine andauernden offenen Fragen zur Herkunft die in der Einleitung zu ersten Fassung meiner Pressbengel Übersetzung angedeutet wurden. Zusammen genommen  mehr als genug Ansporn auf teils obsessiver Weise weiter zu machen. Neues wurde regelmässig auf Facebook unter #Colliniana und #PressbengelProjectBlog geteilt, sowie bei Twitter.

It's been 5 years since this blog "took off" in its own special way. For that we largely have Ruth to thank whose questions about possibly being related to Ernst Collin. Add to that my own nagging open questions from the introduction to the first edition of my translation of his Pressbengel as The Bone Folder. Together these ignited an obsessive flame that still burns. Updates have been shared regularly via Facebook under #Colliniana and #PressbengelProjectBlog, as well as on Twitter.

Die Boss Dog Press Ausgabe als Pressendruck ist endlich erschienen und all Vorbestellungen sind verschickt wurden. Das ich erfreut bin ist eine riesige Untertreibung, und daß die Auflage von Don Rash und seiner Boss Dog Presse geschaffen wurde, besonders mit den Photographien von John Hans Schiff, eine riesige Ehre. Es wa eine weiter Weg, aber wie beim guten Wein hat sich das Warten sehr gelohnt.  Bis jetzt hat das Buch ein Heim in den Bibliotheken von Azuza Pacific University, Cambridge University, dem Grolier Club und Yale University gefunden, sowie der Deutsche Nationalbibliothek und dem Leo Baeck Institute. Für mehr Infos und zu bestellen bitte die Boss Dog Press besuchen oder links klicken.

The Boss Dog Press edition is out and all preorders have shipped. To say I am pleased is a massive understatement, and having Don Rash and the Boss Dog Press create this edition, especially with the photographs of John (Hans) Schiff was a great honor. It's been a long road, but the wait (like with a good wine) very much worth it.  So far, the book has found homes at Azuza Pacific University, Cambridge University, the Grolier Club, and Yale University, in addition to the Deutsche Nationalbibliothek and Leo Baeck Institute. For more information and to order, see the Boss Dog Press site or click the link at left.

Deluxe edition (left) and regular edition (right).
Both come with a matching slipcase | Beide mit passenden Schuber geliefert

Titel mit Facsimile der 1922er Erstausgabe
Title page spread with facsimile of original 1922 edition

I hatte auch die Freude 2 Exemplare dieser Ausgabe zwecks Ausstellungen zu binden und bin mit den Ergebnissen ganz zufrieden. Eines ist unten zu sehen, mit mehr unter diesem Link, inkl. denen in  Lagen zum Downloaden und Binden. Letzere sind schon mehr als 1500 mal heruntergeladen seit ich sie so geteilt habe.

It was also my pleasure to bind two copies, ostensibly for exhibitions. I'm rather pleased by how they turned out. One is below, and you can see more here, including test bindings on the downloadable edition for binding. The latter has been accessed over 1500 times since first appearing online.

Quarter salmon parchment binding with pastepaper sides (both made by the binder); endpapers of Cave Paper “Alphabet”; graphite top edge; sewn endbands. Décor on boards from images in the text by John (Hans) Schiff with title stamped in gold. Also bound in are an extra set of enlarged photographs and the prospectus. 30.5 x 23.5 x 3 cm. Bound 2017.

Mehr Schriften von Ernst Collin | More writings by Ernst Collin
Die Bibliographie von Ernst Collins Shriften begann mit 60, wuchs zu 275 als ich meine erste Bibliographie teilte und steht jetzt mit 355 da. Der Großteil der neuen stammt aus der Berliner Volkszeitung wo Ernst in der Redaktion und als Kunstkritiker tätig war. Die Aufsätze wurden über die voll-text Suchen bei  Europeana Newspapers und ZEFYS gefunden. Da die OCR mit den Schrifttypen der Zeit oft Probleme hat bin ich mir sicher, daß noch mehr zu finden ist. Ich fand auch einen Zitat zu einem zweisprachigen Aufsatz über die Graphik in der pharma werbe Branche. Das der Aufsatz zweisprachig war, war eine Überraschung. Ich fand auch einige andere Aufsätze in mir noch nicht bekannten Zeitschriften.

The bibliography of titles that started with some 60, grew to 275 when I shared the bibliography, now stands at 355. The bulk of those new additions are from the Berliner Volkszeitung, where Ernst was an editor and art critic. The articles were found using a full-text search at Europeana Newspapers and ZEFYS. Based on the overall quality of the OCR of text from that period, I'm sure there are more within the pages. Also found via a citation in a dissertation was a bi-lingual (Deutsch/English) article on graphic design in pharmaceutical advertising. The bi-lingual nature was a surprise to me. There were also other articles in unknown-to-me publications.

Die Heftlade und ein Exlibris
Ich konnte mir auch ein zusätzliches Exemplar der Heftlade zulegen, eine Zeitschrift die Ernst Collin 1922-24 für den Jakob-Krause-Bund herausgab. Der Hauptgrund für dieses zusätzliche Exemplar war, daß es alle Beilagen UND die letzten zwei Hefte von 1924 mitgebunden hatte. Die Heftlade erschien nicht 1923.Unter den Beilagen war auch eine zu dem Aufsatz über das Sammeln von Exlibris, eine großes Sammelgebiet einst und und für manche noch jetzt. Die Heftlade hatte eine Auflage von 400 Exemplaren, und es war gut möglich, daß es verschiedene Beilagen zu den einzelnen Aufsätzen gab. In meinem Exemplar war ein Exlibris von Walter Kampmann für... Ernst Collin datiert Dezember 1920.

The Heftlade & an exlibris 
 I also acquired an additional copy of Die Heftlade, the "modest" bookbinding journal published 1922-24 by Ernst Collin for the Jakob-Krause-Bund. Reason for trading-up was that this copy had all inserts and the remaining two issues from 1924. The Heftlade did not appear in 1923. Among the inserts  was one to accompany an article on collecting exlibris/bookplates by Ernst. Collecting these was big, still is to some today. The Heftlade was printed in a run of 400, and may have had several different pasted on samples spread across the edition. Well in my copy there was an exlibris by Walter Kampmann for none other than... Ernst Collin. The exlibris was created in December of 1920.




Mehr Exlibris von Kampmann gibt es hier zu sehen. Ich habe auch ein reizvolles Exlibris von Ernst Heigenmoser, daß ich 2013 hier teilte. Seit ich das Exlibris für Ernst fand habe ich es oft mit dem Kopf des Herren (rechts) verglichen aus Collins Aufsatz "Bucheinbände aus Fischhaut" (1934).

More exlibris by Kampmann can be seen here. I also have a charming post-war exlibris by Ernst Heigenmoser that I shared here in 2013. Since I received the exlibris for Ernst, I've been comparing the head in that wonderful print to the back of the head of the "man in black" at top left in Ernst's article (1934) on making leather from fish.

Ernst Collin rechts?Ernst Collin at right?

Angeregt von Ernst und Anderen, habe ich sogar selbst Pergament aus Fisch gemacht.

Encouraged by Ernst and others, I even made my own parchment from fish.

Stolpersteine
Ich sah, daß der 20. März Stolperstein Putztag in Deutschland war, der Tag an dem Menschen versuchen die vielen kleinen individuelle Mahnmale an die von den Nationalsozialisten ermordeten und verfolgten zu reinigen. Als ich den Aufruf auf Twitter sah äußerte ich die Hoffnung, daß vielleicht einer die für Ernst und Else Collin reinigen könnte. Ich bin dieser Person sehr dankbar. Obwohl meine Tochter sie im letzten Sommer versuchte zu reinigen entwickelte sich wieder eine starke Patina. Es ist sehr schön beide wieder in altem Glanz zu sehen. Danke.

I saw that March 20 was the big spring Stolperstein cleaning day in Germany, when people make a concerted effort to try to clean the many Stolpersteine for those murdered, or otherwise persecuted by the Nazis. When I saw the notice on Twitter, I asked that if someone happened to come down past Cicerostr 61 in Berlin, could they please clean the stones for Ernst and Else Collin, too. I am very grateful to this kind person for doing that. Even though my dughter had cleaned them last summer they had developed a strong patina again. Nice to see them (and all the stones) shine. Thank you.






W. Collin
Im letzten Jahr konnte ich auch einiges zu W. Collin finden, besonders die Stelleninserate in der Berliner Volkszeitung. Dabei waren viele in denen Mädchen und Frauen gesucht wurden um bei der allgemein und bei der Kriegsproduktion zu arbeiten.

I was also able to find some great materials about W. Collin that give a sense of the kind of work they hired for while looking in the Berliner Volkszeitung. Among them were ads directed at women seeking labor for war production, as well as other general positions.



Ich konnte auch einige Exemplare der Arbeiten von W. Collin erwerben. Unter denen ein Pergament Einband an Goethe's Clavigo und eine kleine Mappe mit interessanten Eigenschaften.

I also acquired two more W. Collin exemplars, one a full vellum binding on Goethe's Clavigo and the other a small portfolio that might some interesting properties.

Clavigo

Kleine Mappe | Small portfolio



Und so kommt zu meiner Sammlung mit einem echten Pressbengel...

And so, to my collection of a genuine pressbengel, ...



dieses schöne Gemälde von einem Falzbein (Bone Folder) von Don Rash.
(Gemalt ist es auf eine der Pappen die seine Werksbank beschützt haben. Werkstoffe als Metapher...)


I now add this wonderful painting by Don Rash of a bonefolder.
(It is painted on a used piece of binders board that once protected the tops of his benches. Material as metaphor...)


Danke Don! | Thank you Don!

Friday, May 18, 2018

More Fish Parchment | Mehr Fisch Pergament

After making the parchment from Salmon a year ago, I got to do it again.... Here a more detailed "tutorial" than the last time. Now, go out and make your own.

Nachdem ich aus Lachshaut vor einem Jahr Pergament gemacht habe durfte ich es wieder... Hier eine mehr detaillierte Anleitung als beim letzten Mal. Jetzt macht eure eigene. 


My wife went shopping and brought fish home - I got the skin...
Meine Frau ging einkaufen und brachte Fisch nach Hause - die Haut war für mich

The skins before freezing (top, lane snapper & bottom, sea bass)
Die Häute vor dem Einfrieren (oben, Schnapper & unten, Wolfbarsch)

Fischsicle - Time to get started by thawing
Fisch am Stiel - Angefangen wird mit dem Austauen

Next steps | Nächste Vorgänge


Rinsing fish skin in cold water and unscented dish detergent to remove oils... I left it overnight in the refrigerator, then rinsed in cold water, and repeated several times over the course of 2 days.

Die Häute wurden in kaltem Wasser mit unparfümierten Geschirrspülmittel gewaschen um Öle zu entfernen... Ich ließ es über Nacht im Kühlschrank, spülte mit viel kaltem Wasser und wiederholte das Ganze 2 Tage.


After soaking in the dish detergent, I scrape the remaining bits of flesh off of the skin. What remains will be scraped off when the skins are dry.

Nach dem Geschirrspülmittel habe ich Fleischreste mit einem stumpfen Scalpel vorsichtig abgekratzt. Was danach bleibt wird nach dem Spannen und Trocknen abgekratzt.


After scraping, the skin is soaked in the refrigerator overnight in a slurry of cold water and kaolin to absorb odors. This is repeated again.

Nach dem abkratzen der Fleischreste wurde die Haut im Kühlschrank über Nacht in einem Flüssigschlamm aus kaltem Wasser und Kaolin (Porzellanerde) getränkt um Geruche aufzusaugen. Dieses habe ich wiederholt.


The skins stretched out using tacks stuck into foam core board. There is a layer of Hollytex and folder stock between the fish and the foam core.

Die Häute werden mit Reißzwecken auf eine Hartschaumplatte gespannt. Zwischen Haut und Hartschaum sind noch ein Stück Hollytex und dünne Pappe.

The stretched skins | Die gespannten Häute

The stretched skins | Die gespannten Häute

The stretched skins | Die gespannten Häute



In the final step, the skins are scraped down from the the verso to remove the last vestiges of flesh. I'll also degrease by wiping with denatured alcohol or acetone.

Im letzten Arbeitsgang müssen die letzten Fleischreste entfernt werden. Ich werde auch mit Alkohol oder Acetone entfetten.

Fleshy fibers | Fleischliche Faser

The "scale" side | Die Schuppenseite
The colors on the colorful fish faded
Die Farben an dem buten Fisch sind verblasst

Saturday, April 7, 2018

Mit Pappmesser und Kleisterpinsel (With Box Cutter and Paste Brush)

Mit Pappmesser und Kleisterpinsel (With Box Cutter and Paste Brush) by Helga and Joachim Schönherr. Berlin: Volk und Wissen Volkseigener Verlag, 1962.
Another charming manual, this one for secondary school children teaching them how to make decorated papers, portfolios, boxes, and basic bindings. The diagrams reveal much about the strong influences of the trade. In many regards this could be considered pre-professional training.

Sections include setting up the workshop; materials and tools; techniques for making pastepapers, lining cloth, making turn-ins, corners, punching slots for ribbons, ...; instructions for calendars, lining maps, photo albus, portfolios, stab sewn books, chess boards, boxes.



Setting up the workshop.

Classroom tool rack.

Making turn-ins using a waste sheet, as well as corners and trimming-out.

How to hold and position the chisel for lacing through ribbons.
Note the bevel of the chisel.

Covering the edges of a box.